Engelberger KammerCellisten

Ausführende: Die Preisträger der Engelberger Celloklassen
Leitung: Jochen Kefer
Telefonische Auskunft und Reservierung unter: 07181 / 771 29
Mit dieser Besetzung bietet die Freie Musikschule Engelberg den Besten ihrer Celloklassen die Möglichkeit, gemeinsam mit ihren Lehrern an Tourneeprojekten teilzunehmen. Ein Förderprojekt, in dem Talent und Energie der Jugend in einen erfolgreichen Austausch mit der Erfahrung der Dozenten treten. Eine faszinierende Mischung aus orchestraler Klangfülle und solistischer Virtuosität ist das Ergebnis, mit dem die Engelberger KammerCellisten Zuhörer wie Mitspieler in ihren Bann ziehen. Eine erste Reise führte 1995 nach Österreich. Auf dem Programm stand u.a. die „Bachiana Brasileira“ Nr. 5 von Heitor Villa Lobos mit der Sopranistin Stefanie Keller, auch eine ehemalige Engelbergerin. Ebenfalls 1995 präsentierten sich die Engelberger KammerCellisten beim 4. Tonkünstlerfest Baden-Württemberg mit den „Paraphrasen über Lettische Volkslieder“ von Berthold Hummel. Ein weiteres, von der Presse viel beachtetes Projekt war 1997 die Uraufführung von Richard Späths „Nachtmusik“ in Ludwigsburg, ein für den Kuppelsaal von Schloss Monrepos komponiertes Werk mit dem Untertitel „75 Klangwolken für sieben Celli in einem Kuppelsaal“. Zum 100. Geburtstag von Dimitri Schostakowitsch präsentierten sich die KammerCellisten 2006 bei einem Schostakowitsch-Gedächtniskonzert auf dem Engelberg sowie auf dem Festival „Cellowelten“ in Leinfelden mit Schostakowitschs op. 110 in einer Adaption für 24 Celli von Ekkehard Hessenbruch.

In der Saison 2006/2007 hat sich das Ensemble mit einer ersten größeren Tournee vorgestellt. Höhepunkt dieser Saison war eine Konzertreise nach Georgien auf Einladung des dortigen Kulturministeriums und gefördert vom Goethe-Institut, dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland und dem Landesmusikrat Baden-Württemberg sowie der Gemeinde Winterbach. Ein Dokumentarfilm zu dieser Reise erschien im Sommer 2007 bei oomoxx-media auf DVD. 2008/ 2009 traten die Engelberger KammerCellisten in verschiedenen Städte Süddeutschlands auf, unter anderem mit einer ihnen gewidmeten Komposition der georgischen Komponistin Russudan Meipariani.

2010 fand eine von der EU geförderte Tournee durch Norwegen statt. Zunächst folgte man einer Einladung auf das Grieg-Festival in Bergen, auf dem die KammerCellisten das zahlreich erschienene Publikum an zwei Abenden mit Werken von Edward Grieg und weiteren norwegischen Komponisten wie z.B. Bernd Kasperg Evensen, der auch als Gesangssolist mitreiste, begeisterten. Sieben weitere Auftritte in Bergen, Trondheim, Steinkjer, Røros, und Tønsberg folgten. Höhepunkte der Tour waren ein Gastspiel auf Troldhaugen, Edward Griegs traumhaftem Privatanwesen und ein eindrucksvolles Konzert im Nidaros-Dom in Trondheim, dem gigantischen Krönungsdom der norwegischen Könige. Zentrum der Tournee war ein von der EU gefördertes Begegnungsprojekt in Trondheim. Jugendliche Cellisten aus ganz Norwegen gesellten sich zu den KammerCellisten und gemeinsam wurde geprobt und konzertiert. Höhepunkt dieses Teils war ein Konzert im voll besetzten Olavskvartalets Lille Sal in Trondheim mit über 40 deutschen und norwegischen Cellisten. Ein Dokumentarfilm zu dieser Reise erschien im Sommer 2011 bei RMC auf DVD. Im Juni 2012 folgte die Uraufführung einer weiteren, den KammerCellisten von Russudan Meipariani gewidmeten Komposition für acht Celli und Sopran auf dem Cellofestival in Rutesheim.